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37242
Bad Sooden-Allendorf
Aus
dem Behandlungsschwerpunkt Neuromuskuläre Erkrankungen
der Neurologischen Abteilung
der Klinik Hoher Meissner
Informationen zu
Krankheiten
Weitere Medizinische
Informationen und Links - auch speziell von
der
Neurologischen Abteilung der Klinik Hoher Meissner -
finden Sie hier
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von Dr. Carsten Schröter
Die
sogenannte neurale Muskelatrophie gehört zu dem Kreis der sogenannten
neuromuskulären Erkrankungen. Es handelt sich dabei um eine Gruppe von
Erkrankungen, die die Nervenfasern betreffen, die Ausläufer der
motorischen Nervenzellen im Rückenmark (zweites motorisches Neuron,
alpha-Motoneuron) darstellen. Diese Nervenfasern ziehen bis zu den
Muskeln. Hinsichtlich der an der Motorik des Körpers beteiligten
Strukturen siehe auch die schematische Übersicht auf unserer Web-Site
www.muskelkrankheit.de.
Meist in der resultierenden Symptomatik geringer ausgeprägt sind
die Folgen an den Nervenfasern, die die Sensibilität (Gefühlsempfinden)
von der Haut bis zum Rückenmark bzw. zum Hirnstamm weiterleiten. Durch
die Messung der Nervenfunktion (Elektroneurographie) oder die
feingewebliche Untersuchung (Histologie, Pathologie) sind Veränderungen
der sensiblen Nervenfasern aber immer nachweisbar.
Die
Bezeichnung „Neurale Muskelatrophie“ wird auf Johann Hoffmann zurückgeführt,
der in einem Beitrag aus dem Jahre 1889 auch von der „progressiven
neurotischen Muskelatrophie“ sprach. Im angloamerikanischen Sprachraum
sind die Ausdrücke „peronäale Muskelatrophie“ als Vorschlag von
Howard Henry Tooth (1886) und Charcot-Marie Tooth disease“ unter Berücksichtigung
der beiden Publikationen von Charcot und Marie einerseits und Tooth
andererseits aus dem Jahre 1886 üblich. In den 50er Jahren des
vergangenen Jahrhunderts gelang es durch
Nervenleitgeschwindigkeitsmessungen zwei Formen dieser vermeintlich
einheitlichen Erkrankung „neurale Muskelatrophie“ zu unterscheiden.
Inzwischen hat die von Dyck (1984) erarbeitete Systematik, die mehrere
Typen unterscheidet, weite Verbreitung gefunden. Er teilte die Neurale
n
Muskelatrophie
n in verschiedene Gruppen von „hereditary motor and
sensory neuropathies“ ein, kurz HMSN ein:
HMSN Typ 1 – Neurale Muskelatrophie (Charcot, Marie,
Tooth), hypertrophische
Form
HMSN Typ 2 – Neurale Muskelatrophie (Charcot, Marie,
Tooth),
neuronale Form
HMSN
Typ 3 – Hypertrophische Neuropathie (Dejerine, Sottas)
HMSN
Typ 4 – Refsumsche Neuropathie
Die
HMSN Typ 5 bis 7 waren umstritten, da sie eigentlich Typ 1 oder 2 in
Kombination mit weiteren Symptomen darstellten.
Es
wurden seit Anfang des 20. Jahrhunderts viele Bemühungen unternommen,
die vererblichen Neuropathien zu systematisieren. Dies gelingt nun
zunehmend unter Berücksichtigung der molekulargenetischen Diagnostik.
Hier setzt sich die Einteilung der zugrundeliegenden Gendefekte in
CMT1A, CMT1B, usw., CMT2A, CMT2B usw. durch.
Die „neurale Muskelatrophie“ ist also eigentlich
eine Gruppe von ähnlich erscheinenden Erkrankungen. Umfangreiche
Informationen über diese Erkrankungsgruppe finden Sie auf unserer
Internet-Seite www.h-m-s-n.de.
Informieren Sie sich auch zu den Themen
Sport und Bewegung bei
neuromuskulären Erkrankungen
und
Hilfsmittel für
Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen
Mit
den besten Wünschen, insbesondere für Ihre Gesundheit
Dr. med. Carsten Schröter
Chefarzt der Neurologischen Abteilung der Klinik Hoher Meissner
Arzt für Neurologie
Physikalische Medizin, Rehabilitationswesen
Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke seit 1990
Weitere Medizinische Informationen
und
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von
Amyotrophe Lateralsklerose bis zur
Therapie der spastischen Spinalparalyse
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Aktualisiert:
Juni 2010
Weitere
Informationen zu Krankheiten finden Sie bei der
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www.informationen-zu-krankheiten.de.
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Ihnen unser Chefarzt im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte
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Dr. Carsten Schröter
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